LDPE/HDPE
- Zerkleinerung und Grobreinigung
Die Schneidmühle ist als Nassmühle gefertigt und verfügt über die
erforderlichen Anschlussstellen für das Kreislaufwasser.
Im Trichterbereich wird über zwei Schlauchleitungen Wasser eingeleitet.
Damit wird während des Zerkleinerungsprozesses in der Mühle bereits eine
Reinigung erzeugt und die Temperaturentwicklung während des Schneidens
eingeschränkt.
Den Schneidrotor umfasst im unterem Bereich ein Sieb mit 40 mm Lochung.
Die zerkleinerte Folie gelangt über diese Sieblochung in einen
Auffangtrichter und in diesen Trichter wird durch eine Pumpe
Kreislaufwasser kontinuierlich eingepumpt. Damit werden die
zerkleinerten Teilchen direkt aus der Mühle in den folgenden
Friktionsreiniger eingespült.
Im Friktionsreiniger wird das Waschwasser inklusive abgewaschenem
Schmutz vom Material abgetrennt und zum Faserseparator des
entsprechenden Kreislaufbehälters gepumpt. Ein Gebläse befördert das
Material zur Waschstufe.
LDPE/HDPE - Waschstufe
Die Zufuhr des Materials erfolgt mittels Zyklon. Im Zyklon wird das
zerkleinerte LDPE Material vom Förderluftstrom abgetrennt und
anschließend in den Turbowäscher eingeleitet. Das Material wird im
Turbowäscher durch die hohen Turbulenzen, erzeugt durch ein Rührwerk,
intensiv gewaschen. Durch eine Förderpumpe wird das LDPE-Wasser-Gemisch
unten abgepumpt und dem folgenden Friktionsreiniger zugeführt. Im
Friktionsreiniger erfolgt die Abtrennung des Waschwassers und den darin
enthaltenen Verunreinigungen. Die getrocknete Folie wird anschließend
direkt in den zweiten Turbowäscher eingeleitet. Dieser arbeitet nach dem
selben Prinzip wie der erste Turbowäscher. Eine weitere Pumpe übernimmt
den Weitertransport zum ersten Friktionsreiniger der Trennstufe.
LDPE/HDPE - Trennstufe
Auch hier erfolgt erst die Abtrennung des Schmutzwassers durch einen
Friktionsreiniger, welcher das Material anschließend direkt in den
Einrührbehälter der Trennstufe leitet.
Mit einem Rührwerk wird der Kunststoff in das Trennmedium Wasser
eingerührt. Eine Pumpe befördert das homogene Gemisch in einen
vollkommen mit Wasser gefluteten Trennbehälter. Hier wird eine laminare
abnehmende Strömung erzeugt und die Kunststoffteilchen trennen sich in
nach unten sinkende und nach oben steigende Teilströme. Entscheidend für
den Trennprozess ist die Dichtedifferenz der Kunststoffe zur Dichte des
Trennmediums Wasser. Da LDPE eine geringere Dichte als die Dichte von
Wasser hat, steigen die LDPE-Teilchen nach oben und fließen über eine
Rohleitung in einen zweistufigen Friktionsreiniger. Alle Fremdstoffe mit
einer Dichte größer der Dichte von Wasser sinken nach unten und werden
mit einer Pumpe zum Auffangbehälter des zweistufigen Friktionsreinigers
befördert. Mit dem Friktionsreiniger wird die Folie getrocknet und
anschließend mit einem Gebläse zum Silo befördert. Die Abscheidung vom
Luftstrom erfolgt hierbei mittels Zyklon.
Im Friktionsreiniger wird das Wasser vom Material abgetrennt. Das
Waschwasser mit den abgelösten Schmutzanteilen wird zum Faserseparator
des jeweiligen Kreislaufbehälters gepumpt.
LDPE/HDPE - Trocknung
Die Entwässerungspresse reduziert den Wassergehalt der Folie von 40%
auf unter 10%.
Das Material wird mit einem Fördergebläse vom Schubbodensilo kommend zur
Entwässerungspresse befördert. Das entwässerte Material wir anschließend
ebenfalls über ein Gebläse zur nächsten Station befördert.
LDPE/HDPE - Dekanter mit Wasserauffangwanne
(Optional)
Die Kreislaufpumpen pumpen das gereinigte Wasser aus den
Kreislaufbehältern in die jeweilige Anlagenkomponente (siehe Layout).
Das durch die Friktionsreiniger abgetrennte, verschmutze Wasser aus den
jeweiligen Kreislaufsystemen wird auf den zugehörigen Faserseparator
gepumpt. Dabei wird es von Fremdmaterial (Fasern, Flusen, allgem.
Schmutz, usw.) befreit und fließt in den jeweiligen Kreislaufbehälter.
Die im Faserseparator abgesiebten Fremdstoffe fallen in eine
Sammelschnecke und werden damit einer Abfallpresse zugeführt. Die
Abfallpresse dient der Entwässerung des Materials.
Aus den Unterläufen der Vorratsbehälter wird durch eine gesteuerte
Schieberbetätigung und zugehörigen Drehkolbenpumpe eine definierte Menge
(ca. 1,5 – 2,5 m³/h) mit Sedimenten versetztes Wasser entnommen um in
einem optional angebotenen Dekanter oder einer
Wasseraufbereitungsanlage nachbehandelt zu werden. Abhängig von der
erreichten Qualität nach der Aufbereitung, kann dieses Wasser wieder
zurück in die Anlage geleitet werden. Um eine optimale Qualität des
Endprodukts zu erreichen wird ausdrücklich die Zufuhr von Frischwasser
(2 – 3 m³/h) empfohlen.
LDPE/HDPE - Dosierstation
Die Dosierstation besteht aus mehreren Dosierpumpen (Membranpumpen).
Über diese Pumpen werden die für den Waschprozess benötigten Chemikalien
der Anlage zugeführt.
LDPE/HDPE - Elektrotechnische Einrichtung
Im Hauptschaltschrank ist die Steuerung der Anlage untergebracht.
Alle wichtigen Parameter werden zur Anzeige gebracht (Stromaufnahme,
Durchflüsse, Temperaturen usw.). Warnungen und Störungen werden
signalisiert. Alle Komponenten sind über die Steuersoftware für den
Reparatur bzw. manuellen Betrieb einzeln schaltbar.
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